Das Bild zeigt in seinen Längsrissen eine Störung im Kalziumhaushalt.
Was ein Tropfen Blut erzählt… der HLB-Test
Der HLB-Gerinnungstest ist eine qualitative Beurteilung des Blutes mit dem Mikroskop.
Dieser Bluttest ergänzt das quantitative, schulmedizinische Blutbild, das in Wirklichkeit kein Blutbild ist, sondern nur eine tabellarische Aufstellung der Blutbestandteile. Bei den so gewonnenen Blutdaten ist man gezwungen, die jeweiligen Parameter mit dem Bevölkerungsdurchschnitt zu vergleichen. Doch jeder Mensch ist ein Individuum, somit haben gesunde Menschen leicht unterschiedliche Blutwerte. Daher haben diese Blutwerte, die sich am Bevölkerungsdurchschnitt orientieren, entsprechende Spannweiten.
Bis man sich hiervon jedoch abhebt, kann ein krankhafter Zustand schon ziemlich weit fortgeschritten sein.
Häufig reagieren die heute zur Verfügung stehenden Blutparameter des klassischen ärztlichen „Blutbildes“ erst recht spät. An den Leberwerten lässt sich dies besonders gut veranschaulichen. Unter den Leberwerten versteht man spezifische Eiweiße, die dann freigesetzt werden, wenn Lebergewebe vermehrt abstirbt. Das heißt, dass man Stoffwechselstörungen der Leber – die beispielsweise zu Gallensteinen führen können, bei denen es also nicht zu einem vermehrten Zelluntergang kommt – mit den Leberwerten nicht erfassen kann.
Anders im HLB-Gerinnungstest, hier erkennt man Stoffwechselstörungen der Leber an der Qualität der Gerinnung des Blutes.
Im Unterschied zu einer schulmedizinischen Labordiagnostik eröffnet also der HLB-Test einen ganz anderen Einblick in das Blutgeschehen. Denn das, was wir im Mikroskop erkennen, ist vor allem die Qualität des Blutes und dessen Grad der Verschlechterung.
Dr. med. Josef Issels
Der bekannte deutsche Krebsarzt Dr. med. Josef Issels
(Ganzheitstherapie – die wichtigste Waffe gegen den Krebs) hatte die Vitalblutmikroskopie an seiner Klinik durchgeführt und drei Grade der Blutverschlechterung erkannt, die er mit „Dyskrasie Grad I-III“ bezeichnete. Der Begriff stammt aus der antiken Säftelehre.
Der Ausdruck Dyskrasie bezeichnete eine fehlerhafte Mischung der Säfte im Organismus.
Prof. Dr. G. Enderlein
Auch der deutsche Biologe Prof. Dr. phil. Günther Enderlein (s. Leben und Werk von Prof. Dr. G. Enderlein) beschränkte sich in seinen Blutuntersuchungsprotokollen auf eine Aussage über den Grad der Blutverschlechterung, den er mit „Endobiosis Grad I-III“ bezeichnete.
Der HLB-Test ist denkbar einfach durchzuführen, und er hat zudem einige Vorteile gegenüber anderen Diagnosearten aufzuweisen.
Beurteilt wird mit dem HLB-Test ein getrockneter Blutstropfen, der aus der Fingerbeere entnommen wird. Der Test ist praxisgerecht, schnell durchführbar und leicht zu erlernen. Benötigt wird lediglich ein Hellfeldmikroskop mit niedriger Auflösung, das preiswert zu bekommen ist.
Durch die Betrachtung des Blutes im Moment seiner Gerinnung gewinnen wir auch wieder den Zugang zu einem längst verlassenen Zweig der Medizin, der „Humoralpathologie“. Unter ihr versteht man die Lehre von den Säften des Körpers, bei deren Veränderungen es zu Krankheiten kommt.
Viele bringen die Abkürzung HLB mit Haitan-LaGarde-Bolen (Dr. Heinz Heitan, Dr. Philippe de LaGarde, Dr. H. Leonard Bolen) in Verbindung. Auch als Dried-Layer-Blood-Test, HLB-Gerinnungstest, Bolen-Heitan-Test oder einfach nach R. Bradford benannt Bradfordtest kann man ihn in der Literatur finden.
Die Abkürzung HLB stand jedoch ursprünglich für die Anfangsbuchstaben des amerikanischen Chirurgen, Dr. med. H. Leonard Bolen, der diese spezielle Blut-Untersuchung Ende der 1930er bis in die 1950er Jahre hinein experimentell entwickelt hatte.
Der Test wurde 1939 von Dr. med. Emanuel Goldberger, MD, Kings County Hospital Brooklyn, N. Y., als Rapid-Bedside-Test zur schnellen und einfachen Bestimmung der Blutsenkung entwickelt.
Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist abhängig von der Zusammensetzung der Blutflüssigkeit. Diese verändert sich bei allen entzündlichen Erkrankungen.
Vorarbeiten stammen wiederum von dem Österreicher, Prof. Dr. med. Georg Linzenmeier, und dem schwedischen Forscher Dr. med. R. Fahreus, die das Phänomen der Blutsenkung erforschten.
Es sei aber gleich vorweggenommen, dass das Phänomen der Blutsenkung zwar Beziehungen zum Gerinnungstest hat, mit ihm aber weder identisch noch aussagegleich ist. Modifikationen fanden dann durch Dr. Gruber und Dr. Hupertz statt. Dabei entstand wahrscheinlich die heute gebräuchliche Methode des Auftragens mehrerer Tropfen auf einen Objektträger, deren sich auch Dr. Farrensteiner seit 1955 bedient hat.
Der deutsche Arzt, Dr. med. Heinz Heitan, der in Nizza lebte, übernahm den Test während der 50er Jahre und berichtete darüber 1954 auf der Krebstagung in Wien. Er brachte den Blut-Test in Zusammenhang mit den von Prof. Dr. Günther Enderlein und Dr. Wilhelm von Brehmer beschriebenen Mikroorganismen im Blut, den die beiden Forscherpersönlichkeiten für die Krebsentstehung verantwortlich machten.
Der HLB-Test zählt zu den einfachsten, schnellsten und relativ sicheren Untersuchungsverfahren, die wir mit dem Blut zur Vorbeugung oder der zu stellenden Diagnose und Prognose durchführen können.
Wir dürfen uns im Zweifelsfall nie auf eine einzelne Methode verlassen. So unterschiedlich sich die Entstehung, der Verlauf und die Beeinflussbarkeit besonders der chronischen Krankheiten darstellen, so verschieden fallen zwangsläufig auch die hämatologischen und serologischen Merkmale aus, die uns Schlüsse auf die Krankheit, auf die Gefahrenstufe und auf die einzuschlagende Therapie ziehen lassen.
Wir werden deshalb immer auf eine Anzahl von Tests verschiedener Stoffwechselbereiche und verschiedener Aussagekraft angewiesen sein, wenn wir ein Optimum an Zuverlässigkeit unserer Diagnose erreichen wollen. Somit stellt auch der HLB-Test einen Bereich in einer Summationsdiagnostik dar.
Dr. med. Windstosser führte den HLB-Gerinnungstest in seiner Praxis durch. In 5 Jahren sah er sich auf diese Weise Blutproben von über 1.000 Patienten an.
Dr. Heller berichtete über 2.000 Untersuchungsergebnisse, die er nach klinischen Diagnosen geordnet hatte. Dr. Gerlich und Dr. Wolf untersuchten gemeinsam 1.860 Patienten mit größtenteils gesicherten klinischen Diagnosen.
Sie fanden bei Krebskranken je nach Tumorart zwischen 67,5 und 100% positive Ausfälle des HLB, wobei an der unteren Grenze die Krebserkrankungen der Leber und Galle, an der oberen Grenze die Plasmozytome (Blutkrebsart) lagen. Besonders hervorzuheben ist die sehr gründliche Nachprüfung des HLB-Tests durch die Ärzte Friedreich, Petran und Koppermann von der medizinischen Universitätsklinik Gießen, wobei sich im Schnitt 79,6 % positive Ausfälle bei Krebskranken ergaben.
Dabei bestätigte sich auch die Abhängigkeit des HLB vom Fibrinogenspiegel, bei Werten unter 7,7% Fibrinogen waren die Ausfälle negativ, bei Werten über 7,7% positiv. Die höchsten Fibrinogenwerte und stärksten HLB-Reaktionen fanden die Ärzte bei Bronchialkarzinomen, die niedrigsten bei Leukämie.
Krebskranke neigen zu Thrombosen, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ein in der Schulmedizin bekanntes, aber leider in der Therapie nicht beachtetes Phänomen.
Die Milchsäure die vermehrt im Gärungsstoffwechsel der Tumorzellen anfällt, lässt Eiweiße gerinnen und aktiviert damit vorzeitig die Blutgerinnung. Aber auch der hohe oxidative Stress, den wir bei chronisch degenerativen Erkrankungen immer finden, führt zu einer frühzeitigen Umwandlung von Prothrombin in Thrombin und aktiviert damit ebenfalls die Blutgerinnung.
Unter oxidativem Stress versteht man einen Überschuss an freien Radikalen im Organismus. Diese freien Radikalen sind aggressive Sauerstoffabkömmlinge, die in der Lage sind, Zellen des Körpers zu schädigen. Das kann im Extremfall sogar zu Zellmutationen und zum Zelltod führen.
Sauerstoff befindet sich paarweise als O2 in unserer Atemluft. Dieses O2 wird nun über den Blutweg zu den Zellen transportiert. Dort wird es in den Mitochondrien, den durchschnittlich 1.500 Energiekraftwerken einer jeden Zelle, für die chemische Verbrennung gebraucht. Hierbei fallen 5-10% isolierte Sauerstoffatome an. Diesen isolierten Sauerstoffatomen fehlen auf der äußeren Atomhülle Elektronen, was sie sehr reaktionsfreudig macht. Sie heften sich gern an andere Atome oder Moleküle, lassen sie so oxidieren und zerstören sie dadurch.
Zellintern werden nun diese freien Radikale durch verschiedene Enzymsysteme weggefangen, bevor sie Schäden setzen. Jedoch benötigt die Zelle hierfür auch wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Liegen sie in einer nicht ausreichenden Menge vor, sind Zellschäden durch freie Radikale zwangsläufig (www.5amTag.de).
Wenn man nun den Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt von Krebskranken bestimmt, so stellt man immer wieder die gleichen Mangelzustände fest. Auf der einen Seite war der Patient schon todkrank zum Zeitpunkt der Tumorentstehung. Erst wenn die körpereigene Abwehr zusammengebrochen ist und eine Situation vorliegt in der es zu massiven Schäden an den zellinternen Energiekraftwerken kommt, kann Krebs entstehen – eine Situation in der der Körper schon lange unter anderem auch an Mangelzuständen zu leiden hat. Bis der Tumor erkannt wird, setzt er toxische Stoffwechselprodukte frei, die ebenfalls den Organismus belasten. Ferner werden die ständig ablaufenden Versuche des Immunsystems, der Situation Herr zu werden, ebenfalls ihren Tribut verlangen.
Nun wird der Tumor operativ entfernt. Auch dieser oft massive Eingriff bedarf für seine Heilung vermehrt Vitalstoffe aller Art. Die dann oft folgende Chemotherapie ist oft der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Die durch die Chemotherapie entstehenden Vitalstoffmangelzustände sind exorbitant. Nun liegt ein sehr hoher oxidativer Stress vor, der sich in der Dunkelfeld-Blutdiagnostik im Ausfällen von Fibrinfilamenten zeigt, bzw. im HLB-Gerinnungstest die positiven Reaktionen hervorruft aufgrund des durch den oxidativen Stress erhöhten Fibrinogenspiegels.
Aufgrund dieser Beobachtung beruht auch die therapeutische Konsequenz der Substitution fibrinolytischer, also gerinnungshemmender Enzyme.
In der Arbeit von Dr. Friedreich und seinen Mitstreitern ergab sich ferner die Analogie – jedoch nicht Identität – des HLB mit der Blutsenkung.
Eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit haben wir bei entzündlichen Prozessen aller Art und daher auf fast immer im Tumorgeschehen.
Eine Überprüfung des HLB ergab ein recht positives Ergebnis für die Zuverlässigkeit des Gerinnungstests. Dr. Bäumler führte den Test hierfür bei 700 Probanden durch.
100 klinisch vollkommen gesunde Probanden zeigten ausnahmslos negative Ausfälle, während unter 210 diagnostizierten Karzinomträgern 201, dies entspricht 95,7 %, positiv reagierten.
Erwähnenswert ist, dass die Aussagekraft und die Bewertung des HLB durch vorausgegangene Bestrahlungsserien beeinträchtigt werden kann in krebspositiver Richtung.
Man sollte sich als Anfänger also nicht gerade an stark bestrahlten Patienten üben. In solchen Fällen kann noch nach Monaten und Jahren ein wesentlich schlechterer Befund stehen, als er dem Stadium der vorliegenden Krankheit entspricht.
Wir haben hier wieder einen Beweis für die weit größeren Spätschäden der Radiologie, als sie in der Schulmedizin gemeinhin zugegeben werden.
Das ist sozusagen die einzige Fehlerquelle hinsichtlich fälschlich positiver Testausfälle, soweit es sich nicht um eine Rezidivierung oder Metastasierung des ursprünglichen Tumors handelt. Außerdem gibt es natürlich verdächtige bis positive Teste bei sogenannten “gesunden” Personen mit bereits bestehenden Präkanzerosen oder beginnenden, noch nicht erkannten Karzinomen.
Abschließend noch eine kurze Darstellung für die Durchführung des HLB-Gerinnungstests.
Wir betrachten einen Tropfen Blut mit einer 10-20fach vergrößernden Lupe, oder ohne Deckglas unter dem Mikroskop bei 20-30facher Vergrößerung, wobei wir die Lichtquelle ziemlich schwach einstellen.
Und nun wandern wir von der Randzone des Tropfens her gegen die Mitte vor. Wir sehen im Normalfall ein feines, gleichmäßiges, dicht zusammenhängendes Netz von Rand an Rand liegenden Erythrozytenschollen. Gelegentlich auftretende kleine Lichtungen haben nichts zu bedeuten, solange sie das Bild der Homogenität nicht stören.
Erst wenn diese vorherrschen und gegen das Zentrum der Blutfläche zunehmen, ist der Test nicht mehr ganz einwandfrei. Weitere pathologische Stufen liegen vor, wenn es zu vermehrter Erythrozyten-Agglutination, zu regelrechten Lichtungen und Straßen kommt.
Hochgradige Veränderungen des Testes liegen schließlich dann vor, wenn die Erythrozyten nur noch in größeren und kleineren Klümpchen verteilt liegen und dieser Vorgang sich bis in die Randgebiete des Blutstropfens hinein fortsetzt.
In der Verhütung und Frühdiagnose chronischer Krankheiten muss uns jede noch so bescheidene Wegleitung willkommen sein. Der HLB-Gerinnungstest ist zur Bewältigung mancher diagnostischen und frühdiagnostischen Schwierigkeiten eine echte Hilfe, daher kann man nur hoffen, dass viele Therapeuten dieses Verfahren zu Ihrem und Ihrer Patienten Vorteil in Ihrer Praxis einzuführen.
Quelle:
Was ein Tropfen Blut erzählt, Synergia Verlag,
Autoren Joachim Bauer u. Jörg Rinne
Vitalstoffdefizit in der Dunkelfeld-Blutdiagnostik sichtbar
Die Biologie ist die Naturwissenschaft des Lebendigen. Der biologische Zustand eines Menschen entscheidet letztendlich über sein Leben, also Gesundheit oder Krankheit. Eine Möglichkeit den biologischen Zustand zu ermitteln, ist die Dunkelfeld-Blutdiagnostik.
Unser gesamtes Blut durchfließt einmal in der Minute den ganzen Körper. Ein rotes Blutkörperchen benötigt vom Herzen bis in die Fußzehen 15 Sekunden. So trägt das Blut in sich viele wichtige Informationen aus allen Gebieten des Körpers.
Die Dunkelfeld-Blutdiagnostik ist eine qualitative Beurteilung des lebendigen Blutes mit dem Mikroskop. Die Blutzellen werden bei 1000facher Vergrößerung unter dem Mikroskop lebend bewertet. Sie ergänzt das quantitative, schulmedizinische Blutbild, das ja in Wirklichkeit kein Blutbild ist, sondern nur eine tabellarische Aufstellung der Blutbestandteile. Das so gewonnene Blutbild ist gezwungen, die jeweiligen Parameter mit dem Bevölkerungsdurchschnitt zu vergleichen. Doch jeder Mensch ist ein Individuum, somit haben gesunde Menschen leicht unterschiedliche Blutwerte, daher haben diese Blutwerte die sich nach dem Bevölkerungsdurchschnitt orientieren dementsprechende Spannweiten.
Bis man sich hiervon jedoch abhebt, kann ein krankhafter Zustand schon ziemlich weit fortgeschritten sein. Häufig reagieren die heute zur Verfügung stehenden Blutparameter erst recht spät. An den Leberwerten läßt sich dies besonders gut veranschaulichen. Unter den Leberwerten versteht man spezifische Eiweiße die dann freigesetzt werden, wenn Lebergewebe vermehrt abstirbt. Das heißt – Stoffwechselstörungen dieses Organs – die beispielsweise zu Gallensteinen führen können – und bei denen es nicht zu einem vermehrten Zelluntergang kommt, können mit den Leberwerten nicht erfasst werden. Anders in der Dunkelfeld-Blutdiagnostik, hier erkennt man Stoffwechselstörungen der Leber an der Qualität der roten Blutkörperchen. 2,8 Millionen hiervon werden pro Sekunde vom Knochenmark gebildet. Wichtige Bausteine hierfür stammen aus dem Leberstoffwechsel. Wenn diese nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, kommt es zu Membranveränderungen an den roten Blutkörperchen, die im Dunkelfeld-Mikroskop bewertet werden können.
Die weißen Blutkörperchen werden im ärztlichen Blutbild gezählt und deren Unterarten bestimmt. Leider werden hier die Abwehrzellen nicht auf Aufbaustörungen und Funktionalität überprüft. Im Dunkelfeld kann man den Aufbau und die amöboide Fortbewegung und damit die Reaktionslage der Leukozyten beurteilen.
Natürlich ergeben sich aus der chemischen Analyse des Blutes, also dem klassischen Blutbild, auch viele interessante Untersuchungsergebnisse, die sich optisch nicht darstellen lassen. Somit ergänzen sich letztendlich die beiden Blutbilder.
Die Geschichte der Dunkelfeld-Blutdiagnostik weist über 200 Forscher auf, die sich in den letzten 200 Jahren mit dem qualitativen Blutbild auseinander gesetzt haben. Von einander unabhängig beobachteten sie, das es bei chronischen Erkrankungen zu Veränderungen in der Blutflüßigkeit kam. So entwickeln sich im Blutplasma (Blutflüßigkeit) kugelige und wurmartige Strukturen die für bakterielle Formen gehalten wurden. So nahm man an, dass diese Strukturen für die Entstehung dieser Erkrankungen maßgeblich wären. Ferner beobachtete Carl Freiherr von Rokitansky (1848), das das Blut seiner Krebspatienten vorzeitig unter dem Mikroskop gerann. Daher nahm er an, dass die Blutgerinnung etwas mit der Krebsentstehung zu tun haben müßte. Noch heute beobachtet man bei Krebspatienten, dass diese häufig zu Venenthrobosen, Herzinfarkt, Lungenembolien neigen. Doch leider beschäftigt sich die Schulmedizin bisher nur sehr unzureichend mit diesen Zusammenhängen, die schon im Mittelalter bekannt waren. Hier ging man bei der Säftelehre davon aus, dass ein gestörter Säftehaushalt die Ursache vieler Krankheiten darstellt. Beim Aderlass versuchte man diese gestörten Säfte abzulassen. Wenn nun das Blut hierbei vorzeitig im Aderlassgefäss kreisförmig gerann, sprach man vom „Totenkränzchen“ einem prognostisch ungünstigen Zeichen. Dieses „Totenkränzchen“ hat Rokitansky unterm Mikroskop wieder entdeckt und deren Zusammenhänge zum Tumorgeschehen hat das Tumorforschungszentrum in Wien 1997 bestätigt.
Krebs entwickelt sich niemals in einem gesunden Organismus. Dieser erkennt Tumorzellen und hält sie in Schach. Erst wenn die allgemeinen Kontroll- und Repariersysteme zusammengebrochen sind, liegt eine Tumorbildungsfähigkeit vor. Nun kann der Körper nicht mehr ausreichend verhindern, das aus einer einzelnen Krebszelle ein Tumor wird.
Bei allen chronisch degenerativen Erkrankungen (Krebs, Rheuma u.a.) liegt immer ein erhöhter oxidativer Stress vor. Unter oxidativem Stress versteht man einen Überschuss an freien Radikalen im Organismus. Diese freien Radikale sind aggressive Sauerstoffabkömmlinge die in der Lage sind Zellen des Körpers zu schädigen, im Extremfall sogar zu Zellmutationen und zum Zelltod führen können.
Sauerstoff befindet sich paarweise als O2 in unserer Atemluft. Dieses O2 wird nun über den Blutweg zu den Zellen transportiert. Dort wird es in den Mitochondrien, den 1500 Energiekraftwerken einer jeden Zelle, für die chemische Verbrennung gebraucht. Hierbei fallen 5-10% isolierte Sauerstoffatome an. Diesen isolierten Sauerstoffatomen fehlen auf der äusseren Atomhülle Elektronen, was sie sehr reaktionsfreudig macht. Sie heften sich gern an andere Atome oder Moleküle und lassen sie so oxidieren und zerstören sie dadurch. Unsere Zellen versuchen nun, dies durch verschiedenen Enzyme (Gluthationsystem, Superoxidismutase, Katalasen u.a.), die die Zellen extra hierfür bilden zu verhindern. Jedoch reichen diese Enzyme herzu nicht aus. 99,5 % der menschlichen Entwicklung war der Mensch Jäger und Sammler. Die Ernährung bestand u.a. damals aus ca. 200-300 verschiedenen Pflanzen, die unsere Vorfahren täglich frisch sammelten. Diese sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen und Spurenelementen. Diese Substanzen werden in den Zellen zur Neutralisation von freien Radikalen benötigt. Liegen sie in einer nicht ausreichenden Menge vor, sind Zellschäden durch freien Radikale zwangsläufig.
So ist der Obst- und Gemüsemangel der sich in den letzten Jahrzehnten in unserer Bevölkerung eingestellt hat nach einer Studie von Pedo und Doll (1996) in 35% aller Krebsfälle die alleinige Ursache und damit die Hauptursache in der Tumorentstehung.
Einen erhöhten oxidativen Stress bekommt der Organismus, wenn mehr Vitalstoffe verbraucht als zugeführt werden. Bei allen entzündlichen Prozessen entstehen vermehrt freie Radikale. Werden diese im Enzündungsprozess nicht ausreichend weggefangen, können sie die Entzündung fördern und zu Zellschäden führen. Tumore entstehen häufig auf der Basis einer Entzündung. Dies bedeutet nun das ein kranker Organismus einen erhöhten Vitalstoffverbrauch hat, der sich meist nicht mehr durch eine gesunde Ernährung decken läßt.
Eine gesunde Ernährung empfiehlt die Aktion 5amTag, die von der deutschen Krebsgesellschaft, deutschen Gesellschaft für Ernährung, Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird. Hier propagiert man 5-8 Obst- und Gemüseportionen oder rund 800 Gramm Obst und Gemüse täglich zu verzehren. Diese Empfehlung gilt jedoch nur für gesunde Menschen, denn Kranke verbrauchen durch ihre Erkrankungen ein vielfaches an Vitalstoffen.
Gerner vom Tumorforschungszentrum in Wien hat 1997 festgestellt, dass ein erhöhter oxidativer Stress zu einer Schädigung der roten Blutkörperchen führt. Dadurch bilden sich in der Blutflüssigkeit Strukturen aus, die seit rund 200 Jahren im Dunkelfeldmikroskop bei chronischen Erkrankungen beobachtet werden. Ferner stellte Gerner fest, das freie Radikale Thrombin aus Prothrombin aktivieren und so die Blutgerinnung vorzeitig ausgelöst werden kann. Ein Vorgang den sich Tumorzellen sogar zu nutze machen. Sie erzeugen viele freie Radikale und igeln sich so in Blutgerinnung ein. Damit täuschen sie eine Wundoberfläche vor und werden so vor dem Immunsystem geschützt. Das heisst, ein absenken des oxidativen Stresses sorgt für eine bessere Tumorerkennbarkeit des Immunsystems. Ferner zeigt sich so die Verbindung von Tumorerkrankungen und Schlaganfällen, Venenthrombosen und anderen Krankheiten die immer mit einer vorzeitigen Blutgerinnung einher gehen. Auch klärt diese Entdeckung das „Totenkränzchen“ des Mittelalters, sowie die Entdeckungen von Rokitansky, Enderlein, von Brehmer und den restlichen der rund 200 Forschern im Dunkelfeld.
Einen erhöhten oxidativen Stress kann man auch chemisch aus dem Blut heraus bestimmen, in der Dunkelfeld-Blutdiagnostik wird er sichtbar. Hier zeigen sich die oxidativen Vorgänge an den Erythrozyten (roten Blutkörperchen), sowie die vorzeitige Ausbildung der Blutgerinnung in der Blutflüssigkeit. So bekommt man hier, neben den anderen Details die das Blut verrät, auch einen Überblick über das Milieu und damit dem oxidativen Stress des Organismus. Eine Vielzahl von Krankheiten bringt die moderne Medizin mit einem erhöhten oxidativen Stress in Verbindung.
In Herz und Gehirn werden rund 50% von dem Sauerstoff verbraucht den man einatmet. Daher bilden sich in diesen beiden Organen sehr viele freie Radikale, was bevorzugt zu Schäden in diesen Organen führt. Sie sind der Grund dafür, das Cholesterine (Blutfette) in den Herzkranzgefässen oxidieren. Oxidiertes Fett ist klebriges ranziges Fett, dies lagert sich nun an diesen Stellen ab, daher beginnt eine Arterienverkalkung meisst an den Herzkranzgefässen und führt so nach einiger Zeit zum Herzinfarkt. Freie Radikale die vermehrt im Gehirn gebildet werden, lassen unter anderem Parkinson entstehen. Bei dieser Erkrankung werden dopaminproduzierende Zellen im Stammhirn oxidativ geschädigt. Lange Zeit nahm man an, das es sich bei Parkinson nur um Vergiftungserscheinungen durch Medikamente, Mangan, oder Schäden durch ständige Erschütterung des Gehirns handele. Heute weiß man das der örtliche Stoffwechsel maßgeblich an der Entstehung der Erkrankung beteiligt ist. Die Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse können hier, sowie bei vielen anderen chronischen Krankheiten prophylaktisch Eingesetzt werden. Ob ein Mensch für seine Situation genügend antioxidativ wirkendes Obst und Gemüse zu sich nimmt, kann man unter dem Mikroskop beurteilen. Der Organismus braucht zwingend die Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse, für die Regeneration, den Stoffwechsel und damit auch für die Prävention inklusive der Senkung des oxidativen Stresses. Daher empfehlen viele Therapeuten ein Obst- und Gemüsekonzentrat zur Unterstützung einer biologischen Therapie und zur Vorbeugung vieler Erkrankungen.
Quellen:
Gerner C. Biochem. Analyse endobiontischer Strukturen aus dem menschlichen Blut
Curriculum oncologicum 01/97
Weigel G. Praxisleitfaden Dunkelfeld-Vitalblutuntersuchung
Semmelweis Verlag
Rinne J. Dunkelfeld-Blutuntersuchung Tattva Viveka 20
Windstosser K. K. Polymorphe Symbionten in Blut und Körpergewebe als potentielle Kofaktoren des Krebsgeschehens Semmelweis Verlag
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Die beste Ernährung gegen Krebs
Die Zahlen sind alarmierend: Rund 500.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Krebs. Das sind 500.000-mal Erschrecken, Panik, Schuldgefühle und Angst. Angst vor Schmerzen, vor Leid, vor Verlust. Angst vor dem Tod. Glaubt man den Schätzungen von Experten, werden die Fallzahlen in den kommenden Jahren kontinuierlich steigen.
Denn Krebs ist nicht zuallererst eine Krankheit des Alters, jedoch je mehr Lebensjahre wir erreichen, umso größer wird die Gefahr, an Krebs zu erkranken. Den meisten von uns erscheint das schicksalhaft, eine Frage der Gene, die man sowieso nicht beeinflussen könne. Ein leider oft tödlicher Irrtum!
Wissenschaftler wie der US-Epidemiologe Michael Thun von der American Cancer Society (ACS) sind überzeugt: „Wir können unsere Chance auf ein Leben ohne Krebs um mehr als zwei Drittel verbessern.“ Immer deutlicher wird außerdem: Unsere Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie kann sowohl vor Krebszellen schützen als auch im Erkrankungsfall die Beschwerden effektiv lindern. 35 Prozent aller Krebsfälle lassen sich auf falsche Ernährung zurückführen. Das ist eine Menge.
Aber wir haben auch viele ungesunde Gewohnheiten. Und wir vertilgen eine Masse: 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit nimmt ein Mensch in Deutschland im Lauf seines Lebens durchschnittlich zu sich. Oft nicht das Richtige. Neben der Qualität spielt auch die sogenannte Gesamtenergiezufuhr eine wichtige Rolle, denn die ist meist viel zu hoch.
Vor wenigen Jahren kamen Wissenschaftler in einer von der Europäischen Union geförderten Analyse zu dem Schluss: Rund 72.000 Krebsneuerkrankungen werden in Europa jährlich durch Übergewicht und Fettleibigkeit bedingt. Wer zu dick ist, trägt unbestritten ein höheres Risiko. Tumoren an Brust, Prostata, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Darm werden damit in Verbindung gebracht. Durch den ungebremsten Nachschub an Kohlenhydraten fühlen sich Krebszellen wie im Schlaraffenland. Schließlich gieren sie nach Zucker, denn der versorgt sie mit schier unerschöpflicher Energie, die sie für ihr Wachstum brauchen.
„Krebspatienten wird deshalb eine Ernährung mit viel Fett und Eiweiß, aber kaum Kohlenhydraten empfohlen“, erklärt Prof. Ulrike Kämmerer.
Viele Experten zeigen sich von solchen Zusammenhängen aber weiterhin unbeeindruckt. Ihr Argument: Schlüssig bewiesen sei bislang noch nichts. Bei keiner Frage sind sich Krebsspezialisten deshalb so uneinig wie bei jener über die Wirkung von gesunder Kost. Dabei sind verschiedene Mechanismen belegt, die Auswirkungen einzelner krebserregender Substanzen der Nahrung durchaus bekannt: Klar ist etwa, dass Schimmelpilzgifte (Aflatoxine), die sich auf verdorbenen Lebensmitteln bilden, Magen-, Darm- und Leberkrebs verursachen können. Ebenso wie polyzyklische Kohlenwasserstoffe (Benzpyrene), die etwa beim Grillen entstehen.
Ein hoher Alkoholkonsum gilt ebenfalls als Risikofaktor. Rund 3500 Frauen erkranken pro Jahr allein in den USA an Brustkrebs, weil sie verstärkt zur Flasche greifen. Zudem beeinflusst Alkohol in Verbindung mit Nikotin die Entstehung von Tumoren in Mund und Rachen, an Kehlkopf und Speiseröhre.
Ein hoher Konsum von Fleisch und tierischen Fetten begünstigt Dick- und Mastdarmtumoren. Wer regelmäßig Gepökeltes isst oder übermäßig viel Salz oder gesalzene Speisen zu sich nimmt, erhöht sein Risiko für Magenkrebs. Eindeutig sind auch die Auswirkungen von Übergewicht: Folge kann Krebs an Speiseröhre, Darm, Brust, Gebärmutter, Niere und unter Umständen auch an der Bauchspeicheldrüse sein. Auch wer regelmäßig sehr heiße Speisen und Getränke genießt, bekommt häufiger Speiseröhren- und Magenkrebs.
Das sind Fakten. Trotzdem bezweifeln viele Experten noch immer den Sinn gesunder Kost. Gern beziehen sie sich dabei auf eine aktuelle Auswertung der europäischen Langzeitstudie EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition). Ob man Äpfel, Orangen und Tomaten esse oder nicht, so ihr Fazit, spiele für das Krebsrisiko keine Rolle. Allerdings fanden die Forscher heraus, dass die europäischen Obst- und Gemüsefans deutlich seltener an Lungen-, Mund-, Rachen- oder Speiseröhrenkrebs leiden.
Was uns wirklich schützt
Bei der Studie ist auch ein Blick auf einzelne Lebensmittel aufschlussreich: Frauen, die oft Zwiebeln oder Knoblauch essen, erkranken nachweislich seltener an Eierstockkrebs. Sekundäre Pflanzenstoffe aus Äpfeln, Grünkohl oder Zwiebeln senken möglicherweise das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Aktuelle Studien zeigen auf, dass sich diese Liste unbegrenzt fortsetzen lässt. Der regelmäßige Verzehr der im Curry enthaltenen Curcuma soll vor Darm- und Prostatakrebs schützen.
Wirkstoffe in Knoblauch und Zwiebeln minimieren möglicherweise das Risiko für Brust- und Nierentumoren. Phytoöstrogene und Flavonoide aus Soja, Leinsamen oder Nüssen können helfen, Darmkrebs zu verhindern. Die Ellagsäure in Himbeeren und Walnüssen wiederum kappt Krebszellen die Versorgungswege (Angiogenese) im Gewebe, ähnlich wie die Catechin-Inhaltsstoffe des grünen Tees. Glukosinolate aus Kohlgemüse sollen das Brustkrebsrisiko senken. Der regelmäßige Verzehr von Tomaten oder Tomatensauce kann das Prostata- und Brustkrebsrisiko reduzieren. Verantwortlich dafür ist der Wirkstoff Lycopen, ein Antioxidans, das krebserregende freie Radikale im Blut vernichtet.
Bioaktive Stoffe sind die wahren Helden, die neuen Wundermittel. Weltweit testen Forscher in ihren Laboren deren präventive Wirkung. Aus trübem Apfelsaft und Brokkoli stammen die Stoffe, denen Clarissa Gerhäuser am DKFZ in Heidelberg jetzt ganz neue Erkenntnisse entlockt. Das Sulforaphan aus Brokkoli kann die Entwicklung von Tumoren hemmen. „Diese Stoffe“, so die Leiterin der Abteilung für Epigenetik und Krebsrisikofaktoren, „bekämpfen die Entstehung von Krebs gleich mit mehreren Mechanismen.“
Quelle:
Hörzu Wissen, Ausgabe 6.6.2012
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Der Darm - Wiege des Immunsystems
Da der Darm in der Entwicklung chronischer Krankheiten eine zentrale Bedeutung hat, ist eine regelmäßige Kontrolle des Darms eine wichtige prophylaktische Maßnahme.
Darm- oder Magenspielgelungen können aber hier nur mangelhafte Dienste leisten. Bei der Magenspiegelung kommt der Arzt mit dem Gastroskop nur wenige Zentimeter in den Dünndarm. Dabei kann er sich nur ein optisches Bild vom Zustand der Schleimhaut machen oder eine Gewebsprobe von auffälligen Stellen entnehmen. In der Darmspiegelung wird der Dickdarm nur auf grobe Veränderungen untersucht. Man achtet hier auf Polypen; wenn sie nicht rechtzeitig entfernt werden, könnten diese zu Darmkrebs führen, auf makroskopisch sichtbare Entzündungsprozesse oder Aussackungen der Darmschleimhaut (Divertikel). Bei der Darmspiegelung kommt der behandelnde Arzt wieder nur wenige Zentimeter in den Dünndarm.
Der Dünndarm hat aber eine Länge von rund vier Meter. Diese fallen bei den herkömmlichen Untersuchungsmethoden unter den Tisch. Seit einigen Jahren gibt es hierfür Methoden wie die Kapselendoskopie, in der eine Videokapsel geschluckt wird, die in der Folge Aufnahmen des Dünndarms anfertigt und diese Bilder an einen Empfänger außerhalb des Körpers sendet, wo diese dann ausgewertet werden können. Grobe Veränderungen oder Entzündungen können so dargestellt werden.
Mikroskopische Entzündungen oder eine Fehlbesiedlung mit krankmachenden Keimen können mit diesen Methoden nicht nachgewiesen werden. Hierfür braucht es Stuhluntersuchungen.
Leider werden von den Gastroenterologen diese Möglichkeiten selten richtig ausgeschöpft. Viele sind hier mit ihrem Wissen auch nicht am Ball der Zeit. Es gibt in diesem Bereich ständige Weiterentwicklungen und damit auch neue Untersuchungsparameter.
Traditionell wird bei einer Stuhluntersuchung nur nach Blut im Stuhl gesucht. Dies wird dann als eine Art der Krebsfrüherkennung verkauft. Wenn jedoch ein Tumorprozess so groß ist, dass er zu ständigen Blutungen führt, kann man kaum von einer Früherkennung reden. Eine andere Untersuchungsmethode forscht nach Krankheitserregern im Darm. Hierbei wird aber nur nach den übelsten Keimen gesucht, die zu massiven Erkrankungen führen. Die wenigsten haben aber beispielsweise Salmonellen oder Shigellen als Ursache ihrer Darmprobleme. Vom Labor kommt in einem solchen Fall nur ein einziger Satz als Befund zurück: „Keine pathogenen Keime nachweisbar.“ Ein für chronisch Kranke oder prophylaktisch denkende Menschen unbrauchbares Ergebnis.
Seit Anfang der 1990er Jahre gibt es Stuhllabore, wo Biologen und moderne Ärzte arbeiten. Dort wird Stuhl auf Entzündungsmarker, Verdauungsrückstände, die genaue Bakterienzusammensetzung, bis hin zu allergieauslösenden Antikörpern untersucht. Ein solcher Stuhlbefund hat mehrere DIN A4 Seiten im Ergebnis. Die physiologische Flora wird hier genauso analysiert wie krankmachende Keime. Jeder Darmabschnitt hat eigene Entzündungsparameter mit unterschiedlichen Aussagequalitäten. Man kann daran sehen, ob feinste Darmentzündungen vorliegen, Nahrungsmittelallergien und vieles mehr. Eine solche Analyse gibt oft wichtige Anhaltspunkte in der weiterführenden Therapie oder der Optimierung der Darmsituation. Früher haben Labore immer nur im Auftrag von Therapeuten eine Probe untersucht. Heute in der Zeit der medizinischen Aufklärung, wo sich jedermann im Internet über jede Krankheit informieren kann, gibt es auch die Möglichkeit, prophylaktisch selbst eine Analyse in Auftrag zu geben.
Nahrungsmittelallergien - Folge und Ursache von Darmstörungen
Sollten die Entzündungsmarker im Darmtest erhöht sein, muss man den Ursachen auf dem Grund gehen. Einerseits können krankmachende Keime Entzündungen verursachen, aber auch Nahrungsmittelallergien können chronische Entzündungen verursachen, die nicht zuletzt das gesamte Immunsystem in Mitleidenschaft ziehen. Wenn solche Reaktionen permanent auf der Darmschleimhaut ablaufen, macht ein Darmaufbau wenig Sinn. Der Darm muss zur Ruhe kommen, damit eine Regeneration der Darmschleimhaut möglich ist. Ein entzündeter Darm wird schneller Nahrungsmittelallergien aufbauen als ein gesunder Darm. Die schon vorhandene Entzündung der Schleimhaut reizt das Immunsystem und erhöht damit auch die Reaktion auf an sich harmlose Lebensmittel. Eine vielleicht auch angeborene Reaktion auf Nahrungsmittel (Beispiel Zöliakie) sorgt für eine chronische Entzündung. Auf einer entzündeten Schleimhaut können sich gesunde Darmbakterien nicht richtig halten und die Besiedlung mit krankmachenden entzündungsfördernden Bakterien wird begünstigt. Somit kann eine Nahrungsmittelallergie die Ursache aber auch die Folge von Darmstörungen sein.
Darmaufbaumittel
Es gibt eine große Auswahl an Darmaufbaumitteln am Markt. Je höher die Anzahl der Bakterienstämme desto besser. Auch die Bakterien arbeiten miteinander und sind in hoher Vielzahl im Darm vorhanden. Neben den Bakterien sollte ein gutes Darmaufbaumittel aber auch Substanzen beinhalten die sich positiv auswirken auf die Schleimhaut. Gesunde Bakterien brauchen als Lebensgrundlage eine gesunde Schleimhaut, aber auch eine gesunde Schleimhaut ist abhängig von den Stoffwechslendprodukten gesunder Bakterien.
In Sonderfällen kann es aber auch nötig sein, unterschiedliche Präparate zu kombinieren. Eine gute Kombination die viele Darmstörungen abdeckt finden Sie im folgenden Link.
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